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Geschichte

Zur Geschichte Heikendorfs

Die Heikendorfer Bucht vor 1900Die Gemeinde Heikendorf mit rund 8000 Einwohnern umfasst die Ortsteile Altheikendorf, Neuheikendorf, Möltenort, Schrevenborn und Kitzeberg. Der Name leitet sich, wie in einigen Nachbargemeinden, von dem Gründer des Ortes namens Heiko oder ähnlich ab. 1233 wurde Heikendorf erstmalig in einer Urkunde erwähnt, mit der der Lübecker Bischoff den Bau einer Kirche in Hemmighestorp (Gaarden) erlaubte und Heikendorf dem Kirchspiel zuschlug. Die Kirche wurde aber nicht gebaut, und Heikendorf gehörte bis nach dem Ersten Weltkrieg zum Kirchspiel Schönkirchen.

Bis zum 16. Jahrhundert wurden die zunächst freien Bauern in das gutswirtschaft- liche System eingebunden und Unterlagen als Untertanen des adligen Gutes Schrevenborn im Gegensatz zu den Einwohnern der Probstei im Norden und des Amtes Kiel im Süden dem Schollenband. Um 1768 bis 1786 wurde die Leibeigenschaft im Gut Schrevenborn aufgehoben.

Jahrhundertelang veränderte sich in den Bauerndörfern Alt- und Neuheikendorf sowie dem kleinen Fischerdorf Möltenort wenig. Schon 1619 zahlten 14 Altheikendorfer und 11 Neuheikendorfer Bauern sowie 8 Möltenorter Fischer "Haur" (Pacht an das Gut Schrevenborn.

Als Kiel zur Kriegsmarinestadt ausgebaut wurde, siedelten sich auch Fremde in Heikendorf an. Nach der Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals entstand im Kitzeberger Wald eine von Kaufleuten und hohen Marineoffizieren bevorzugte Villensiedlung.

Etwa 3 Jahrzehnte vor der Wende zum 20. Jahrhundert wurde zunächst Altheikendorf, begünstigt durch die gute Anbindung mit Hafendampfern nach Kiel, und bald danach Möltenort als "Sommerfrische" entdeckt.

Nach dem Ersten Weltkrieg siedelten sich vornehmlich Werftarbeiter in Heikendorf an. Im Zweiten Weltkrieg wurde Heikendorf besonders im August und September 1944 durch Luftangriffe stark getroffen. Viele Menschen verloren ihr Leben, und nur wenige Häuser blieben unbeschädigt. Nach dem Krieg fanden viele Heimatvertriebene, vor allem Fischer aus Pillau, in Heikendorf eine neue Heimat. In der Nachkriegszeit lagen im Möltenorter Hafen über 90 Fischkutter.

In den vergangenen Jahren hat sich die Gemeinde immer mehr zum bevorzugten Wohngebiet in der Umgebung Kiels entwickelt, die Einwohnerzahl hat bereits 8000 überschritten. Heikendorf ist Stadtrandkern 1. Ordnung und bietet neben einem gesunden, attraktiven Ortskern auch alle Schularten (Grund- und Hauptschule, Realschule, Gymnasium).




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