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| Gemeinde an der Kieler Förde | Startseite · Tourismus · Wirtschaft · Freizeit & Kultur · Verkehr · Online-Chronik · Webmailer · Webcam | 28.08.2008 · 16:06 Uhr | |||
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Zur Geschichte Heikendorfs
Bis zum 16. Jahrhundert wurden die zunächst freien Bauern in das gutswirtschaft- liche System eingebunden und Unterlagen als Untertanen des adligen Gutes Schrevenborn im Gegensatz zu den Einwohnern der Probstei im Norden und des Amtes Kiel im Süden dem Schollenband. Um 1768 bis 1786 wurde die Leibeigenschaft im Gut Schrevenborn aufgehoben. Jahrhundertelang veränderte sich in den Bauerndörfern Alt- und Neuheikendorf sowie dem kleinen Fischerdorf Möltenort wenig. Schon 1619 zahlten 14 Altheikendorfer und 11 Neuheikendorfer Bauern sowie 8 Möltenorter Fischer "Haur" (Pacht an das Gut Schrevenborn. Als Kiel zur Kriegsmarinestadt ausgebaut wurde, siedelten sich auch Fremde in Heikendorf an. Nach der Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals entstand im Kitzeberger Wald eine von Kaufleuten und hohen Marineoffizieren bevorzugte Villensiedlung. Etwa 3 Jahrzehnte vor der Wende zum 20. Jahrhundert wurde zunächst Altheikendorf, begünstigt durch die gute Anbindung mit Hafendampfern nach Kiel, und bald danach Möltenort als "Sommerfrische" entdeckt. Nach dem Ersten Weltkrieg siedelten sich vornehmlich Werftarbeiter in Heikendorf an. Im Zweiten Weltkrieg wurde Heikendorf besonders im August und September 1944 durch Luftangriffe stark getroffen. Viele Menschen verloren ihr Leben, und nur wenige Häuser blieben unbeschädigt. Nach dem Krieg fanden viele Heimatvertriebene, vor allem Fischer aus Pillau, in Heikendorf eine neue Heimat. In der Nachkriegszeit lagen im Möltenorter Hafen über 90 Fischkutter. In den vergangenen Jahren hat sich die Gemeinde immer mehr zum
bevorzugten Wohngebiet in der Umgebung Kiels entwickelt, die
Einwohnerzahl hat bereits 8000 überschritten. Heikendorf ist
Stadtrandkern 1. Ordnung und bietet neben einem gesunden, attraktiven
Ortskern auch alle Schularten (Grund- und Hauptschule, Realschule,
Gymnasium).
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