Heikendorf Sitemap 
Impressum 
Hilfe 
Gemeinde an der Kieler Förde Startseite · Tourismus · Wirtschaft · Freizeit & Kultur · Verkehr · Online-Chronik · Webmailer · Webcam 28.08.2008 · 16:03 Uhr 
Vereine

Ausflüge
» Wallmuseum
» Völkerkundemuseum
» U-Boot-Ehrenmal
» U 995
» Tierpark Gettorf

Tagesfahrten
» Tolk-Schau
» Meereszentrum
» Tierpark Neumünster
» 5-Seen-Fahrt
» Hansapark Sierksdorf
Museum für Völkerkunde

Dauerausstellung – Kulturen der Südsee

Das Museum für Völkerkunde wurde 1884 gegründet. Von 1886 an haben etwa 70 Persönlichkeiten zur Südsee-Sammlung beigetragen: Viele Dienstgrade der Handelsmarine und der Kaiserlichen Marine, Vertreter von Handelshäusern, Ärzte, Weltreisende und der Forschungsreisende Professor Dr. Schultze-Jena.

Die meisten Objekte stammen aus dem vorigen Jahrhundert, als „Südsee“ noch „Ende der Welt“ bedeutete. 1876/77 dauerte eine Schulschiffreise von Samoa nach Kiel unter dem Kommando von Admiral Knorr, einem der Begründer unseres Museums, volle 145 Seetage. Damals befand sich die Südsee noch an der Wende von der Steinzeit zur
– importierten – Eisenzeit.

Manche der ausgestellten Kunstwerke wurden noch mit Stein- und Muschelbeilen angefertigt. Dazu gehören auch die Prunkstücke der Sammlung, die Malanggane aus Neuirland. Es sind Statuen in komplizierter Durchbruchtechnik und Masken für Totenfeierlichkeiten.

Aus Neubritannien stammen Schädelmasken, aus Neuguinea bemalte Schädel, die zum Ahnenkult gehören.

Eindrucksvoll ist ein Zeremonialstuhl aus Neuguinea.

Dekorativ ist der Schmuck der Papua aus Geflecht, das mit Schweinehauern, Muscheln und Schnecken besetzt ist. Solcher mit Hunde-Eckzähnen diente zugleich als Geld.

Von der kleinen Insel Maty nördlich von Neuguinea brachte Kapitän z. S. Georg Janke 1896 ein Original-Auslegerboot mit.

Die Admiralitätsinseln sind vertreten durch ein großes Bootsmodell, das reich mit weißen Eierschnecken verziert ist, buntbemalte Schnitzereien sowie Dolche und Speere mit Obsidian- und Rochenstachelspitzen.

 Die Mikronesier auf den Marshall-Inseln waren hervorragende Seeleute. Sie entwickelten eigene Seekarten, von denen eine gezeigt wird. Von der Kunstfertigkeit ihrer Frauen zeugen geschmackvoll gemusterte Kleidmatten und Fächer.

Von der Insel Jap stammt Steingeld.

Aus Polynesien ist eine Rarität ein mit dem Steinbeil angefertigtes Göttersymbol aus Hawaii. Von dort stammt auch ein Häuptlingsschmuck aus Menschenhaar mit einem Pottwalzahn-Anhänger, den Prinz Heinrich v. Preußen als 17-jähriger Seekadett 1879 auf Hawaii erhielt. – Samoa ist u. a. durch Matten- und Rindenbaststoff-Kleidung vertreten, durch Hausmodelle und Kawaschüsseln zum Brauen des Nationalgetränkes der Samoaner, der Kawa. – Die Herstellung und Verwendung von Rindenbaststoff wird anhand von Objekten und Fotografien ausführlich dokumentiert.

 Museum für Völkerkunde der Universität Kiel
Hegewischstraße 3
24105 Kiel
Telefon (0431) 5974000 und 5974001

Lage: Am Schlossgarten, im Gebäude des Zoologischen Museums.

Buslinie 22; 32; 33; 61; 62 bis Schlossgarten.

Gehweg vom Ostseekai 5 Minuten, vom Alten Markt 10 Minuten.

Parkplatz am Museum.

Geöffnet: Dienstag bis Sonnabend 10.00 bis 17.00 Uhr; Sonntag 10.00 bis 13.00 Uhr, Montag geschlossen.

Eintritt: frei

© Museum für Völkerkunde

 




» Heikendorfer Bilderbuch


   zurück
nach oben